Kunstwerke
Malerei als Datenträger der Gegenwart.
In einer Ära der digitalen Amnesie nutze ich Ölfarbe – eine langsame, physisch beständige Substanz, um die Risse im Gefüge des 21 Jahrhunderts auszuleuchten.
Verfügbarkeit und Provenienz sind bei den Einzelwerken vermerkt.
Der Mann aus dem Nordkiez
Aphrodite
Aphrodite III
Breathe
Power
Water Dancer
Kevin Spacey
Macchiavelli
Ceci n’est pas un Crâne
Mr. Henry Ford
Genug Die Macht der Gier
Figurative Malerei als Zwischenraum
Die Figur ist die direkteste Konfrontation mit dem, was wir sind: Körper in einer Welt, die Körper zunehmend als Datenpunkte behandelt. Meine Arbeit setzt Ölfarbe auf Leinwand. Langsam. Physisch. Nicht reproduzierbar. Kein Ctrl+Z.
Themen und Serien
Die Arbeiten kreisen um Macht und ihre Masken. The War Machine seziert die Banalität industrieller Gewalt. Big Money Bauta zeigt die venezianische Maske als Chiffre für Gier – oder Privatsphäre, je nach Kontostand. Die Serie Homo Sapiens fragt nüchterner: Was bleibt von uns, wenn man die Ideologie abzieht?
Porträts wie Mr. Henry Ford oder Machiavelli sind Untersuchungen. Ford, Herausgeber des antisemitischen Dearborn Independent, wird bis heute als Ikone unternehmerischer Innovation gehandelt. Machiavelli, gern von Mächtigen zitiert, war selbst mittellos und abhängig. Meine Porträts tasten Gesichter ab, in denen sich Geschichte sedimentiert hat.
Digital Shamans (seit 2023) untersucht archaische Bewältigungsstrategien für eine Gegenwart, die nach anderen Ritualen verlangt.
Arbeitsweise
Öl ist das Pendant zum Körper: buttrig, langlebig, langsam. Der Strich variiert – nervös und suchend, kraftvoll und expressiv, je nach Rapport zwischen dem Bild und mir. Offene Stellen, wo die Leinwand durchscheint, sind Haut unter dem Putz: Stellen, an denen ein weiterer Pinselstrich das Bild nicht perfektionieren, sondern totmalen würde.
Perfektion ist eine Illusion. Die überlasse ich den Maschinen.
Standort
Meine Arbeiten entstehen in den B.L.O. Ateliers, Berlin-Lichtenberg. Atelierbesuche nach Vereinbarung.